Letzte Woche war gar nicht meine Woche, aber fangen wir am Anfang an. Ich bin wie geplant am 13.04. nach Hause zu meinen Eltern gefahren, Chris war natürlich auch dabei. Das Wochenende war sehr schön voller Freunde, Familie und Heimat. Ich Tollpatsch war also auch nicht so traurig darüber, dass ich meinen Laptop zuhause liegen hab lassen und so bis Dienstag eh nicht zum Bloggen kam.

Dienstags hatte ich dann noch einen wundervollen Zahnarzttermin, einfach nur Routine, doch dieser war leider auch der Grund, warum ich den Rest der Woche auch nicht mehr zum schreiben kam. Freitag dann noch eine Hiobsbotschaft und die Woche war gänzlich gelaufen. Kommen wir aber zurück zur bisherigen Aufmachung meines Rückblicks. Alles im Detail beschreibe ich euch in den nächsten Stichworten.

Mein Bruder, Christian, mein Patenkind und Ich.

Mein Bruder, Christian, mein Patenkind und Ich vor der Kirche.

gefreut: Endlich war ich wieder zu Hause, schon die ganze Zugfahrt über freute ich mich riesig darauf! Das hatte ich vorher wirklich noch nie, gut, ich habe auch noch nie knapp 600 km weit weg gewohnt. Wir trafen meine beiden besten Freunde Daniel und Carina, haben gegrillt, waren auf unserem Schützenfest im Dorf und haben die Zeit zusammen genossen. Die Konfirmation war wirklich schön, abgesehen vom ganzen christlichen Zeugs, aber ich hab auch wirklich alle Verwandte an dem Wochenende gesehen.

Jeden Tag besuchten wir noch meine Uroma im Krankenhaus, da sie sich das Schienbein aufgeschlagen hatte. Ich hab mich super gefreut, als es Montags hieß, sie wäre auf dem Weg der Besserung und darf Ende der Woche in die Kurzzeitpflege entlassen werden, wo sie bereits ein wunderschönes Zimmer in einem kleinen Heim hatte.

Wie das Chaos seinen Lauf nahm….

genervt: Als wir wieder zu Hause in Berlin waren, trat ich am Dienstag meinen geplanten Zahnarzttermin an. Der Backenzahn sollte gezogen werden, da man ihn nicht mehr retten konnte. Gesagt getan. Die Chirurgin war wirklich super lieb und beruhigte mich sehr gut. Leider wollte mein Zahn nicht so wie die Chirurgin und das ganze Betäuben (sie hat mir zwei Ampullen verabreicht, was normal für ein Pferd reichen sollte) hat wenig gebracht. Die letzte Wurzel steckte fest und die Entzündung war daran schuld, dass die Betäubung genau da nicht mehr geholfen hatte. Es half alles nichts und so musste die Wurzel ohne Betäubung und mit brachialer Gewalt entfernt werden. Ich wurde unter Tränen gleich mal einen Tag krank geschrieben, sollte kühlen und mich ausruhen. Was ich den Rest der Woche dann auch strickt einhielt.

Das letzte Bild von Oma mit meiner Tante, meiner Mama und mir im Krankenhaus.

Das letzte Bild von Oma mit meiner Tante, meiner Mama und mir im Krankenhaus.

getrauert: Am Freitag, ich war etwas auf dem Weg der Besserung, was meinen Zahn anging, erreichte mich dann die Botschaft, dass meine Uroma unverhofft in der Nacht verstorben ist. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so viel ausmacht, aber irgendwie hat mir die Nachricht dann den kompletten Rest gegeben. Ich wollte heulen, schreien und einfach nichts mehr fühlen. Die Oma, die mich von klein an mit aufgezogen hat, bei der ich jedes Wochenende war, war einfach so weg. Da hilft es auch nichts, sich einzureden, dass sie ja das Alter (92 Jahre) hatte und friedlich eingeschlafen ist. Es tut einfach weh. Leider schaffe ich es nicht einmal am 27.4. auf ihre Beerdigung, da ich meinen Dienst nicht verschieben kann und selbst wenn ich das könnte, keinen bezahlbaren Zug mehr bekomme, der mich hinbringt.

gedacht: Ihr könnt euch sicherlich denken, warum ich dann letzte Woche gar nichts mehr geschrieben habe. Jedesmal wenn ich mich hinsetzen wollte und die Wochen Revue passieren lassen wollte, kamen mir die Tränen. Auch für die Reviews die ich schreiben wollte, fehlte mir nicht nur die Muse, sondern schlicht weg einfach die Lust und sobald man sich gezwungen fühlt, was zu schreiben, wird es eh nicht gut. Ich hoffe ihr verzeiht es mir, dass ich mir eine Wochen Auszeit genommen habe ohne diese Anzukündigen, aber in Anbetracht des Passierten wusste ich wirklich nicht mehr weiter. Ich genoss einfach die wenige Zeit die ich mit meinem ebenso schichtarbeitenden Christian verbringen konnte und nahm mir einfach ein wenig Ruhe um runter zu kommen.

geplant: Ein geklickt gibt es diese Woche leider auch nicht, da ich einfach kaum dazu kam, irgendwas zu lesen. Lediglich die Nachricht, dass Avicii viel zu jung gestorben ist. Zwar war ich kein großer Fan, aber schockiert hat es mich dennoch, mal sehen ob die Todesursache noch bekannt gegeben wird. Ansonsten habe ich diese Woche wieder geplant komplett einzusteigen, was das Bloggen angeht. Ich war mal wieder Shoppen und habe ein paar neue Produkte testen können. Noch dazu möchte ich euch einen coolen Schuh-Onlineshop vorstellen. Ihr könnt euch also auf einiges an Lesestoff freuen.

Wie geht ihr mit Trauer um? Findet ihr es schlimm, wenn ein Blogger sich mal eine kurze Auszeit nimmt?