Ich gelobe feierlich, ich bin ein Serienjunkie! So, oder so ähnlich würde ich das Gespräch eröffnen, sollte es je eine Selbsthilfegruppe für Seriensuchtis geben. Seit ich viele Nachtschichten mache und dort viel Zeit habe, hat mich das Fieber gepackt und eine Serie nach der anderen muss her. In letzter Zeit habe ich mich ran gemacht, die kurzen Serien zu schauen, also Serien, die nicht viele Staffeln und Folgen haben. So kam es dazu, dass ich Teilweise eine komplette Reihe in einer, oder zwei Nächten sehe. Viele haben unglaubliches Suchtpotential und andere sind komplett für die Tonne. Heute möchte ich euch aber fünf Serien vorstellen, die mich nicht mehr los lassen und von denen ich inständig hoffe, bald mehr zu sehen!

Frequency

Die New Yorker Polizistin Raimy Sullivan macht im Jahr 2016 die erstaunliche Feststellung, dass sie nach einem Unwetter über ein altes Funkgerät, mit ihrem vor Jahren verstorbenen Vater, ebenfalls ein Polizist, welcher im Dienst sein Leben verlor, kommunizieren kann, wobei dieser sich im Jahr 1996 befindet. Durch ihr Wissen über sein Schicksal in ihrer Zeitlaufbahn schafft sie es, seinen erneuten Tod im Dienst zu verhindern, jedoch kommt es dadurch zum so genannten „Schmetterlingseffekt„, womit Folgen für ihr jetziges Leben entstehen. Um den entstandenen „Schaden“ zu beheben, müssen Vater und Tochter über die Bahnen der Zeit hinaus gemeinsam einen viele Jahre alten Mordfall lösen.

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Auf die Serie hat mich meine beste Freundin gebracht, die ebenfalls ein riesen Serienjunkie ist. Lustigerweise musste ich herausfinden, dass die Serie eine Art Remake ist und es dazu damals schon einen Film gab, nur dass damals John Sullivan, ergo Raimys Vater, Kontakt mit seinem Vater aufgenommen hat. Die selbe Idee, jedoch anders verfilmt. Aber zurück zur Netflixserie, ich war gleich nach den ersten Minuten im Bann und konnte gar nicht aufhören, da ich wissen wollte wie es weiter geht. Egal was Raimy mit ihrem Vater herausfindet, es verändert nicht nur die Vergangenheit, nein auch Raimys Gegenwart. Geniale Idee, mit super umsetzung und für jeden Krimiliebhaber, der von ein bisschen Sci-Fi nicht abgeneigt ist, ein absolutes Must-See. Leider ist jedoch keine zweite Staffel geplant.

Baby

Die Serie begleitet eine Gruppe von Teenagern aus dem römischen Munizipium Parioli vor der Kulisse verbotener Liebe, bedrückender Familienprobleme und geteilter Geheimnisse. Die Hauptdarstellerinnen der Serie werden in die Kinderprostitution verleitet.

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Auch diese Serie hab ich auf Empfehlung meiner Besten Freundin angefangen. Normalerweise ist das nicht die Richtung Serie, die ich von mir aus sehen würde, jedoch mag ich Serien mit eigenen Flair. So hat mich diese italienische Serie gleich in ihren Bann gezogen. Eigentlich geht es lediglich um das Erwachsenwerden, jedoch mit all den Schattenseiten. Man hat die Aussenseiterin und die Beliebte, die sich dennoch irgendwie mögen und sich am Anfang heimlich treffen. Die Serie führt einen durch die Abgründe der Teenagerzeit. Es wird nicht wirklich langweilig, weil man wissen will, wie es weiter geht. Wirklich sehenswert!

The OA

Als sich eine Frau von einer Brücke stürzt und überlebt, wird schnell klar, dass es sich um Prairie handelt, die vor sieben Jahren von einem auf den anderen Tag verschwunden war. Obwohl Prairie seinerzeit blind war, kann sie nun, nachdem sie wieder aufgetaucht ist, wieder sehen. Rätselhaft bleibt vorerst auch, warum ihr Rücken von Narben gezeichnet ist. Sie selbst nennt sich nun „OA“, ein Name, dessen Bedeutung sich erst im Verlauf der Serie erschließt.

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The OA habe ich angefangen, weil ich wie so oft nichts anderes wusste. Der Trailer machte mich bedingt an und so dachte ich zuerst an Aliens, schnell wurde ich aber eines Besseren belehrt. Aufgeteilt sind die Folgen in Kapitel, Prairie taucht auf einmal sehend wieder auf und erzählt weder ihren Eltern, noch dem FBI was ihr zugestoßen ist. Einzig und allein fünf Leuten vertraut sie an, was mit ihr geschehen ist, wo sie war und warum sie auf einmal sehen kann. Ich finde die Mischung aus Rückblick-Erzählung und Gegenwart unglaublich ansprechend, auch wenn die ganze Serie eher einen ruhigen Verlauf hat. Irgendwie möchte man doch wissen, was weiter geschehen ist. Wie so oft endet das ganze mit einem Cliffhanger und so kann man gespannt sein, was es in der zweiten Staffel geben wird und laut Spekulationen im Frühjahr diesen Jahres kommen soll.

You – Du wirst mich lieben

Im Mittelpunkt der Serie steht der New Yorker Buchhändler Joe Goldberg, der Geschäftsführer des Buchladens Mooney’s ist. Eines Tages betritt eine Kundin namens Guinevere Beck seinen Laden. Joe verliebt sich in diese und entwickelt schnell eine Besessenheit von ihr. Eine Internetrecherche über sie führt dazu, dass Joe Beck folgt und deren soziale Interaktionen überwacht. Mit der Zeit bauen die beiden eine Beziehung auf. Gleichzeitig entwickelt sich Joes Besessenheit soweit, dass er weder vor Stalking noch vor Mord zurückschreckt.

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Als ich den ersten Trailer gesehen habe, stand fest, ich muss die Serie sehen. Die Serie schafft es wirklich, dass man in den Zwiespalt kommt, wen man nun sympathischer findet – Joe oder Becks. Zwar ist Joe der typische Stalker, der vor nichts zurückschreckt, dennoch ist er unglaublich süß und manchmal tut er einem wirklich leid. Bei Becks ist das genauso, ein wunderschönes Mädchen, dass eine Vorliebe für die falschen Typen hat und dann kommt da dieser Typ, der so gar nicht in ihr Beuteschema gehört, er geht ihr dennoch nicht aus dem Kopf. Eine klassische Liebesgeschichte würde ich sagen, nur einer übertreibt es. Ich freue mich schon sehr auf Staffel 2.

Sex Education

Otis Milburn ist zwar Sohn der bekannten Sextherapeutin Jean Milburn, selbst aber eher scheu und unerfahren. Nachdem er einem Mitschüler bei einem Sexproblem helfen kann, startet er mit der allein und verarmt lebenden Maeve Wiley einen Sextherapiedienst für die Mitschüler der Moordale Secondary. Über ein Schuljahr werden die Liebes- und Sexualprobleme von Otis, Maeve, Adam, Otis’ bestem Freund Eric Effiong, Otis’ Mutter Jean und anderen Schülern behandelt.

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Was mir hier als erstes in den Sinn kam war „Der kleine Ender aus Enders Game!“. Irgendwie konnte ich mir Asa Buttfield so gar nicht als Sexberater vorstellen. Doch gleich nach der ersten Folge wars um mich geschehen. Die Serie ist so humorvoll, ich musste teilweise aufpassen nicht laut los zu lachen. Viel kann ich dazu nicht erzählen, ohne zu viel zu verraten, wer eine lustige Serie, rund ums Thema Dr. Sommer haben möchte, der sollte sich das definitiv nicht entgehen lassen! Ob es eine zweite Staffel geben wird, steht jedoch noch in den Sternen, ist aber nicht ausgeschlossen!